Knuspriges Landbrot

Wenn der Duft von frisch gebackenem Brot durchs Haus zieht, ist es ganz egal, wie es gerade dort aussieht. Sofort wird das Haus wärmer und gemütlicher, und immer wieder findet sich ein Topfgucker vor dem Ofen ein und überprüft ungeduldig die verbleibende Zeit auf dem Timer.

Landbrot

Selbstgebackenes Brot ist preiswert, kommt ohne Konservierungsstoffe aus und schmeckt unschlagbar gut. Einzig, etwas Zeit muss man investieren. Und da die Konservierungsstoffe fehlen, bleibt es nicht so lange frisch wie gekauftes Brot. Was bei uns allerdings noch nie ein Problem gewesen ist – schneiden wir abends ein ofenfrisches Brot an, müssen wir aufpassen, dass noch genug fürs Frühstück bleibt.

Wenn man sich an einige einfache Regeln hält, sieht das eigene Brot wie ein kleines Kunstwerk aus und schmeckt auch so. Ihr habt bis in alle Ewigkeit ein begehrtes Grillparty- und Dinner-Mitbringsel 🙂

Einfaches Landbrot

Landbrot Anschnitt

2 Tassen warmes Wasser
1 Pck. Trockenhefe
4 EL Olivenöl
2 TL Meersalz
1 EL Honig oder Zucker
7 Tassen 1050er Weizenmehl
Mehl zum Kneten und Bestäuben

Trick 1: Die Hefe „aufwecken“. Trockenhefe rühmt sich ja damit, nicht angerührt werden zu müssen, aber ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Wasser, Öl, Honig und Salz werden verrührt und die Hefe obenauf gestreut. Sobald sie schäumt (ca. 10 min), kann man fortfahren.

Trick 2: Kneten, kneten, kneten! Manche Rezepte, so das berühmte No-Knead-Bread, kommen ohne Kneten aus, aber man muss den Teig sehr früh, am besten am Vortag ansetzen. Nichts für einen Organisationsversager wie mich. Ich gebe das Mehl auf einmal zur Hefemischung und knete mit den Knethaken des Mixers, bis sich der Teig von der Schüssel löst. Manchmal muss man etwas mehr Mehl oder Wasser zugeben (vorsichtig!), wenn die Konsistenz nicht stimmt. Wenn ein schöner Teigklumpen entstanden ist, die Schüssel abdecken und den Teig gehen lassen. Nach etwa einer Stunde sollte sich das Volumen verdoppelt haben, dann geht es weiter.

Trick 3: Heiß und feucht! Ich backe meine Brote sehr heiß und fahre dann nach dem Anbacken die Temperatur runter. Der Ofen muss also vor dem Formen des Brotes auf 240-250°C aufgeheizt werden, je nach Gerät. Außerdem koche ich im Wasserkocher etwas Wasser auf, was kurz vor dem Backen in den Ofen gegossen wird, am besten in die mitgeheizte Fettpfanne. Das Backblech heize ich nicht mit vor, ich bin zu schusselig für das Hantieren mit heißen Blechen.

Trick 4: Spannung im Teig! Die schöne Konsistenz eines guten Brotes entsteht durch die Glutenfasern im Teig, die durchs Gehen und Kneten entstehen (Kann sein, dass die Erklärung hier nicht besonders nachvollziehbar ist, aber das Ergebnis überzeugt…). Wir machen uns beim Formen die Eigenschaft des Hefeteigs zunutze, die uns sonst beim Ausrollen in den Wahnsinn treibt, das Zurückspringen nämlich.
Wenn der Teig gut durchgeknetet und dann geformt wird, hält auch ein sehr weicher Teig die Form. Der Teig wird auf die gut bemehlte Arbeitsfläche gekippt und mit Mehl bestreut. Ich rolle ihn dann relativ dick zu einem Rechteck aus und dieses rolle ich dann auf. Die Enden schlage ich unter und dann geht es schon aufs Blech (mit Backpapier). Das sollte ganz nah beim Teig stehen, weil das Gebilde sehr weich und instabil ist. Nun liegt ein formloser Blobb auf dem Blech, lasst euch davon nicht täuschen. Er wird wunderbar aufgehen!

Trick 5: Einschneiden! Der Großteil der Ausdehnung passiert, wenn das Brot schon eine Kruste hat. Da die nicht irgendwo aufbrechen soll, müsst ihr ein paar Sollbruchstellen schaffen. Wenn der Laib mit Mehl bestäubt ist, kann man ihn sehr gut mit einem scharfen Sägemesser einritzen, ruhig bis zu 2 cm tief.

Jetzt geht es endlich ans Backen: Die Fettpfanne ein Stück herausziehen, vorsichtig eine Tasse kochendes Wasser hineingießen und dann zügig das Blech in die mittlere Schiene schieben. 30 min backen, dann die Temperatur auf 210°C reduzieren. Weitere 20 min backen und ein duftendes Brot mit krachknuspriger Kruste aus dem Ofen nehmen. Es sollte wenigstens 15 min auskühlen, auch wenn es schwer fällt. Sonst zerfleddert es beim Schneiden.

Mit Butter oder noch besser – Nutella! genießen.

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